INFOS ZUM HÖREN


WIE FUNKTIONIERT UNSER GEHÖR?

Durch einen Ton gerät die Luft in Schwingungen. Eine Schallwelle entsteht. Der Schall wird von der Ohrmuschel aufgefangen und über den Gehörgang zum Trommelfell geleitet. Das Trommelfell beginnt zu vibrieren. Das Trommelfell setzt die Gehörknöchelchen in Bewegung. Diese übertragen die Bewegung in die Gehörschnecke. In der mit Flüssigkeit gefüllten Gehörschnecke befindet sich das eigentliche Hörorgan mit seinen feinen Haarsinneszellen. Diese Haarzellen bewegen sich in der Flüssigkeit, wenn diese in Bewegung versetzt wird und wandeln die Bewegung in Nervenimpulse um. Diese werden über den Hörnerv an das Gehirn gesendet und dort weiterverarbeitet. Als Ergebnis können Sie den Ton wahrnehmen.


WAS BEDEUTET EINE HÖRMINDERUNG FÜR MICH?

Die meisten Hörminderungen kommen schleichend. Es ist also für den Betroffenen nicht immer leicht festzustellen, ob das Gehör noch einwandfrei funktioniert. Deshalb dauert es im Schnitt zehn Jahre, bis Hilfe in Anspruch genommen wird. Zehn Jahre, die gleichzeitig einen Verlust an Lebensqualität bedeuten.

 

Es gibt einige Anhaltspunkte, die Sie schon früh auf eine beginnende Hörminderung aufmerksam machen:

  • Sie haben das Gefühl, dass viele Leute undeutlich sprechen.
  • Sie müssen die Lautstärke am Fernseher höher stellen als Ihre Familienangehörigen.
  • Geselligkeiten sind für Sie anstrengend, da alle durcheinander reden und Sie dann schlecht verstehen können.
  • Sie müssen bei Gesprächen öfter nachfragen.
  • Im Theater oder Kino verstehen Sie schlecht.

Sicherheit kann hier sehr schnell ein Hörtest schaffen: In nur 10 Minuten hat man die Gewissheit, ob mit den Ohren alles in Ordnung ist. Wir bieten Ihnen deshalb jederzeit kostenlos einen schnellen und aussagekräftigen Hörtest an.

 


STUFEN EINER HÖRMINDERUNG

LEICHTE HÖRMINDERUNG (20 - 40 dB)

Leise Geräusche werden nicht gehört. In geräuschvoller Umgebung bereitet es Mühe Sprache zu verstehen.

 

MITTLERE HÖRMINDERUNG (40 - 60 dB)

Leise und mittellaute Geräusche werden nicht gehört. Es bereitet erhebliche Schwierigkeiten, Sprache speziell bei Hintergrundgeräuschen zu verstehen.

 

STARKE HÖRMINDERUNG (60 - 80 dB)

Gespräche müssen laut geführt werden. Gespräche in Gruppen sind kaum noch möglich.

 

HOCHGRADIGE HÖRMINDERUNG (> 80 dB)

Einige sehr laute Geräusche werden gehört. Kommunikation ohne Hörgeräte ist nicht mehr möglich.

Unsere Sprache besteht aus Vokalen (a, e, i, o, u) und Konsonanten in verschied-enen Lautstärken und Tonhöhen. Die Verteilung der einzelnen Buchstaben ist in Form der sogenannten "Sprachbanane“ im Ton-audiogramm dargestellt.

 

So kann leicht festgestellt werden, ob noch das ganze Spektrum der Sprache hörbar ist und wie sich der Hörverlust auf das Verstehen von Sprache auswirkt.


MÖGLICHE URSUCHEN EINER HÖRMINDERUNG

AUßENOHR

Ohrenschmalzpfropfen und Infektionen gehören zu den typischen Ursachen im Bereich des äußeren Ohres.

 

Diese können von Ihrem Hals-Nasen-Ohrenarzt behandelt werden.

 

MITTELOHR

Entzündungen, Löcher im Trommelfell und die sogenannte Otosklerose beeinflussen am häufigsten die Mittelohrfunktion.

 

Diese Störungen können oft medikamentös oder operativ behoben werden. Ist dies nicht möglich, kann eine Hörminderung meistens durch ein Hörsystem ausgeglichen werden.

 

INNENOHR

Die überwiegende Mehrzahl der Hörprobleme betrifft das Innenohr.

 

Der natürliche Alterungsprozess ist hier neben starker Lärmeinwirkung oder der Einnahme für das Ohr schädlicher Medikamente die häufigste Ursache. Die feinen Haarsinneszellen werden beschädigt und damit die Weiterleitung der Signale an die Hörnerven verhindert. Diese Hörminderungen können durch Hörsysteme korrigiert werden.

 

GEHIRN

Im Gehirn findet die Verarbeitung aller vom Ohr aufgenommenen Signale statt. Erst hier entstehen aus den einzelnen Tönen wieder Worte und Geräusche.

 

Bei Schwerhörigkeit erreichen immer weniger Schallimpulse die Nervenzellen im Hörzentrum des Gehirns.

 

DIE FOLGE: Mit der Zeit werden die Nervenzellen träge. Impulse, die jetzt noch ankommen, werden nur noch fehlerhaft weitergeleitet und verarbeitet. 

 

Hier setzt das WIED Reaktiv-Prinzip an: Durch spezielle Übungen werden die Nervenzellen im Gehirn systematisch angeregt und bereits nach zwei Wochen intensivem Training lässt sich eine deutliche Verbesserung des Sprachverstehens feststellen.