WUSSTEN SIE SCHON...


BABYS MÖGEN BESTIMMTE STIMMLAGEN

Viele Erwachsene sprechen in höherer Tonlage, sobald sie mit Babys sprechen. Babys scheinen jedoch das Gejauchze anderer Babys vorzuziehen, meldete die "Ärzte Zeitung Online" am 11.05.2018 das Ergebnis einer amerikanisch-kanadischen Untersuchung von Linda Polka von der McGill University in Montreal. Darin wurden fünf Monate alten Babys am Computer erzeugte Laute vorgespielt, deren Klangbilder denen von Erwachsenen oder aber denen von Gleichaltrigen entsprachen. Dabei waren die Babys vor einem Bildschirm mit einem Schachbrettmuster positioniert. Wendeten sie den Kopf ab, konnten die Babys den Sound abstellen. Dabei hörten die Babys ihren Altersgenossen um 40 Prozent länger zu als den erwachsenen Stimmen, so Polka. Die Wissenschaftlerin betonte aber, dass Eltern dennoch nicht aufhören sollen, in hoher Stimme mit ihrem Nachwuchs zu sprechen, da dies auch die Sprachentwicklung unterstütze.

Quelle: © Magazin Hörakustik (Ausgabe 6/2018)


SCHWERHÖRIGKEIT HAT KNAPP 1.000 FOLGEN

Wer von einer Schwerhörigkeit betroffen ist, dem fallen auf Anhieb sicher einige Folgen davon ein. Wie viele es jedoch tatsächlich sind, darüber dürften sich die meisten verschätzen. Wie das Forschungsteam um Vanessa Vas, Audiologin der britischen Universität Nottingham, herausfand, gibt es 996 verschiedene, wissenschaftlich belegte Beschwerden, die das Leben mit Schwerhörigkeit nach sich ziehen kann, berichten sie und ihr Team 2017 in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift "Trends in Hearing". Zu diesem Ergebnis gelangten sie nach der Analyse von 78 Studien. Dabei stellten sie auch fest, dass sich eine Hörbeeinträchtigung in vielen Aspekten auch auf die Angehörigen auswirke. Vor allem bemängelten diese häufig, dass sie zusätzliche Verantwortung für ihren Partner übernehmen müssten und sich häufig aus Mitgefühl und zum Schutz des Partners an dessen Lebensstil anpassten. Dabei stoßen Angehörige nicht selten an ihre Belastungsgrenzen, da eine unversorgte Schwerhörigkeit die Freude an gemeinsamen und sozialen Aktivitäten trübe und ein Gefühl der Isolation wachsen lasse. Treffen Angehörige irgendwann die Entscheidung, Dinge lieber im Alleingang zu erledigen, könne das zu größeren Konflikten in der Beziehung führen.

Quelle: © Magazin Hörakustik (Ausgabe 4/2018)


RAUCHEN GEFÄHRDET GEHÖR

Japanische Forscher des National Center for Global Health and Medicine stellten in einer Studie mit 50.000 Teilnehmern fest, dass Rauchen scheinbar auch mit einem Hörverlust einhergeht. Das meldete die "Ärzte Zeitung Online" am 15. März 2018. Dabei stellten die Autoren der Studie auch einen Zusammen-hang zwischen der Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag und dem Risiko für Hörverlust fest. Wurden mehr Zigaretten geraucht, stieg auch das Risiko für einen Hörverlust. Die Studie lieferte jedoch auch eine positive Nachricht. So habe Rauchen scheinbar keine Langzeitfolgen für das Gehör, wer das Rauchen aufgebe, bei dem normalisiere sich das Risiko für einen Hörverlust relativ schnell wieder, heißt es dort weiter.

Quelle: © Magazin Hörakustik (Ausgabe 4/2018)


VIELFÄLTIGE URSACHEN FÜR TROMMELFELLPERFORATIONEN

Der Frage nach den häufigsten Ursachen für Perforationen des Trommelfelles gingen US-amerikanische Forscher in einer Studie nach, meldete die "Ärzte Zeitung" am 12. Februar. Die häufigste Ursache sei die Verletzung durch Fremdkörper. Bei 61 Prozent der Befragten war dies der Fall, wobei Wattestäbchen für knapp 45 Prozent aller Trommelfellperforationen durch Fremdkörper verantwortlich seien, heißt es in der Zeitung weiter. Andere Fremdkörper seien beispielsweise Haarnadeln, Spielzeug oder Stifte. Auch Schläge auf den Kopf könnten eine Perforationsursache sein, in der US-amerikanischen Studie entfielen 11,4 Prozent der Perforationen darauf. Außerdem wies das Autorenteam auf eine weitere Ursache für Trommel-fellperforationen hin, die vor allem Jugendliche betreffe. Bei Sportarten wie Tauchen, Turmspringen oder Wasserskifahren komme es teilweise zu hohen Drücken im Kopfbereich. Auch eine Mittelohr- oder Gehör-gangsentzündung könne leicht zum Durchbruch der feinen Membran führen. Es sei in jedem Fall notwend-ig, den Patienten Vorsichtsmaßnahmen mit auf den Weg zu geben, so das Fazit der Forscher. Dazu zähle der Hinweis, das verletzte Ohr trocken zu halten ebenso wie die Warnung vor dem Gebrauch von Watte-stäbchen.

Quelle: © Magazin Hörakustik (Ausgabe 4/2018)


DEUTSCHLANDS OHREN IM TEST

SO GUT HÖREN WIR WIRKLICH

Über 25.000-mal wurde bei der Hörtour der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) dem Volk buchstäblich ins Ohr geschaut. Der Trend gegenüber den Vorjahren: Deutlich mehr Personen der jüngeren Jahrgänge haben an den Hörtests teilgenommen, während in den einzelnen Altersgruppen die Verteilung von normalhörend bis zu erheblichen Hörminderungen im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend gleichbleibend ist.

 

In Zahlen heißt das: 1.201 Personen unter 20 Jahren (2016: 847) haben im schallgedämpften Messraum der FGH-Hörmobile ihre Ohren fachkundig überprüfen lassen. Bei immerhin acht Prozent wurden Hörminderungen festgestellt. Auch die Gruppe der 21- bis 40-Jährigen war mit 3.033 Teilnehmern (2016: 2.524) stärker vertreten als im Vorjahr. Hier lag die Quote der festgestellten Einschränkungen bereits bei 25 Prozent. Mit einem Plus von 618 stieg die Zahl der Teilnehmer bei den 41- bis 60-Jährigen auf 8.169 bei 58 Prozent gemessenen Hörminderungen. Die Gruppe 60+ bildet mit 12.939 (2016: 12.342) den größten Teil der Hörtestinteressenten. Bei diesen älteren Jahrgängen liegt die Verbreitung von Beeinträchtigungen des Gehöres bei 84 Prozent.

 

Die FGH-Hörmobile waren 2017 insgesamt 360-mal in ganz Deutschland im Einsatz. Vor Ort wurden die Hörtests jeweils von ansässigen FGH-Partnerakustikern durchgeführt, wobei diese Überprüfungen nicht den Hörtest im Fachgeschäft eines Hörakustikers ersetzen. Darüber hinaus gab es zahlreiche Informat-ionsgespräche zu fast allen Fragen rund um das gute Hören. An dem von der FGH entwickelten multifunkt-ionalen Quattro Check wurden außerdem zusätzliche Schnellhörtests oder Lautstärkepegelmessungen der eigenen Musikhörgewohnheiten durchgeführt.

 

Insgesamt bestätigen die Ergebnisse der Hörtour einerseits die zunehmende Verbreitung von Hörminder-ungen im Alter, sie zeigen andererseits aber auch, dass jüngere Menschen ebenfalls davon betroffen sein können. Bemerkenswert ist, dass die meisten Hörtestteilnehmer, bei denen auch signifikante Einschränk-ungen der Hörleistung festgestellt wurden, noch nicht mit Hörsystemen versorgt waren. "Auf der einen Seite freuen wir uns über das stetig steigende Hörbewusstsein hinsichtlich Lärmvermeidung und Prävention in der Bevölkerung", sagt Christian Hastedt von der FGH. "Andererseits kümmern sich viele Menschen immer noch zu wenig um ihre eigene Hörleistung und schieben eine Versorgung mit Hörgeräten vor sich her, obwohl sie dadurch ihre Lebensqualität so gut und komfortabel verbessern könnten wie nie zuvor."

Quelle: © Magazin Hörakustik (Ausgabe 3/2018)


WELTTAG DES HÖRENS

BEDEUTUNG VON HÖRSYSTEMEN WIR MEHR UND MEHR ERKANNT

Am 03. März war Welttag des Hörens. Das diesjährige Motto: "Hear the future". Die Weltgesundheitsorgani-sation (WHO) und der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) warben an dem Tag für eine Vorbeugung und frühzeitige Versorgung von Hörminderungen, denn: Hörgesundheit ist keine Frage des Alters.

 

Dass Hörgesundheit in Deutschland inzwischen mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, verdeutliche eine anlässlich des Welttages vom BVHI und Kantar TNS durchgeführte, repräsentative Studie, aus welcher der BVHI in einer Pressemitteilung zitiert.

 

Eine regelmäßige Vorsorge sei demnach allerdings noch nicht für alle Menschen selbstverständlich. Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des BVHI, erläutert: "Die Studie zeigt, dass Hörminderungen keine Ausnahmeerscheinung sind. Sechs von zehn Befragten (59%) kennen Personen mit Hörminderung in ihrem Umfeld, 87% davon mit mittleren bis schweren Beeinträchtigungen. Dass inzwischen mehr als zwei Drittel der Befragten (71%) bereits einen Hörtest gemacht haben, zeigt die gestiegene Sensibilität für das Thema. Für viele Menschen besteht allerdings noch Aufklärungs- und Handlungsbedarf - so ist nicht einmal jedem Dritten (30%) der Befragten bekannt, dass eine unbehandelte Hörminderung weitere gesundheitliche Risiken birgt."

 

Die Bedeutung von Hörsystemen für die Erhaltung der Gesundheit werde jedoch mehr und mehr erkannt. So hätten 89% der Befragten angegeben, dass Hörsysteme die Lebensqualität des Nutzers steigern würden. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei 87% gelegen. Mitgestiegen ist auch die Akzeptanz von Hörsystemen. 82% der Befragten halten moderne Hörgeräte für dezent und unauffällig, 76% fanden sie zudem sehr leicht und attestierten ihnen einen hohen Tragekomfort.

 

"Die Umfrageergebnisse spiegeln die rasante technische Innovation im Bereich der Hörgeräteentwicklung wieder", heißt es dazu in der Pressemitteilung. So hätten neun von zehn Befragten angegeben, dass neue Technologien wie zum Beispiel Vernetzungsmöglichkeiten sie dazu bewegen würden, im Falle einer Hörminderung Hörsysteme zu nutzen. Für 80% der Befragten sei ein Hörverlust dann auch nicht bloß irgendeine Unannehmlichkeit, sondern "eine ziemliche oder eine starke Beeinträchtigung". So wurden diejenigen, die etwas gegen ihre Hörminderung unternehmen, von den Befragten dafür gelobt. Knapp die Hälfte der Befragten hätte Hörsystemträgern überdies dafür Respekt gezollt, dass sie offen mit ihrer Hörminderung umgehen.

Quelle: © Magazin audio (Ausgabe März 2018)


DAS GEHEIMNIS UNSERER OHRLÄPPCHEN

Hatte eine Frau im Mittelalter angewachsene Ohrläppchen, galt dies als Beweis dafür, dass sie eine Hexe ist. Es gibt zwei Varianten der Läppchenform: Entweder hängt der fleischige untere Teil des Ohres frei und bildet einen Lappen oder das Läppchen ist mit der Wange verbunden.

 

Wer welche Ohrläppchen hat, ist dabei kein Zufall, sondern eine Sache der Genetik. Das stand in der Onlineausgabe des "American Journal of Human Genetics".

 

Die Variante des freien Ohrläppchens wird dominant vererbt. Die Variante für angewachsene Ohrläppchen ist dagegen rezessiv und wird nur dann ausgeprägt, wenn der Nachwuchs von beiden Eltern dieses Allel erhalten hat. Doch stimmt das?

 

Das überraschende Ergebnis: Die Form der Ohrläppchen wird keineswegs nur von einem Gen mit zwei Allelen bestimmt. Stattdessen sind mehrere Gene an diesem Merkmal beteiligt, heißt es in den

veröffentlichten Forschungsergebnissen. Hierzu wurden 10.000 Teilnehmer untersucht. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass insgesamt 49 Gene zusammenwirken, um die Form unserer Ohrläppchen zu bestimmen.

Quelle: © Magazin Hörakustik (Ausgabe 1/2018)


DER GRAF VON UNHEILIG IST BOTSCHAFTER FÜR HEAR THE WORLD

Der Graf engagiert sich als Botschafter für Hear the World. Die Initiative des Schweizer Hörgeräteherstellers Phonak hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen weltweit für die Bedeutung des Gehörs und die Prävention von Hörverlust zu sensibilisieren. Mit seinem Engagement reiht sich "Der Graf" in eine Riege prominenter Botschafter wie Sting, Annie Lennox, Dionne Warwick und Lenny Kravitz ein. Sie alle wurden von Rocklegende und Fotograf Bryan Adams in der Pose für bewusstes Hören, mit der Hand hinter dem Ohr, abgelichtet.

 

Was viele nicht wissen: Der Graf hat nicht nur als Musiker ein besonderes Verhältnis zum Thema Hören. Er ist auch gelernter Hörgeräteakustiker und hat einige Jahre in diesem Beruf gearbeitet. "Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig gutes Hören für unsere Lebensqualität ist, die verloren geht, wenn man nicht mehr richtig hört", sagt der Musiker. "Was viele zudem unter-schätzen: Hörverlust tritt nicht nur bei älteren Menschen auf, sondern betrifft alle Generationen."

Quelle: © by Bryan Adams


DAS ABSOLUTE GEHÖR

Mozart war ein Wunderkind. Er konnte mit verbundenen Augen Klavier spielen, komponierte im Alter von sechs Jahren schon eigene Lieder und konnte problemlos jegliche Melodie mit dem exakt richtigen Ton anstimmen. Die letzte Eigenschaft teilt er jedoch nicht nur mit Musikgenie-Kollegen wie Bach, Beethoven und Jimi Hendrix, sondern auch mit einem aus 10.000 Menschen weltweit. Ist es also gar nichts Besonderes, dieses "absolute Gehör"?

JEDER HAT ES - ABER NUR KURZ

Bei unserer Geburt hören wir alle absolut. Eine Begabung, die wir in der Regel im Lauf der Zeit verlieren - vor allem, wenn wir nicht früh musikalisch gefördert werden. Forscher vermuten, dass das absolute Gehör uns dabei hilft, Sprechen zu lernen. Wenn wir das geschafft haben, wird diese Fähigkeit unwichtig und wir legen sie schlichtweg ab.

DIE MUTTERSPRACHE MACHT´S

Auffällig ist der Zusammenhang zwischen absolutem Hören und der Muttersprache: Die Musikpsychologin Diana Deutsch führte mehrere Untersuchungen durch, in denen sie chinesische und US-amerikanische Musikstudenten testete. Das Ergebnis? Verblüffend: Stolze 52% der chinesischen Studenten und nur 7% ihrer US-Kollegen besaßen das absolute Gehör. Der Grund für diesen enormen Unterschied: Mandarin ist eine tonale Sprache. Wie man ein Wort betont, ist hier entscheidend, sonst meint man mit der Silbe "Ma" vielleicht "Mutter", sagt aber womöglich "Pferd". Das Gehör der Mandarin-Muttersprachler ist dadurch generell schon geschult, feinste Unterschiede im Klang zu erkennen.

NICHT NUR EIN SEGEN

Für alle, die jetzt traurig sind, dass sie kein absolutes Gehör haben: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn auch wenn es toll ist, einen gehörten Ton sofort richtig zu benennen, jedes Lied automatisch in der originalen Tonlage zu singen und gar nicht erst überlegen zu müssen, ob Let it Be mit einem "c" oder "d" anfängt - wer absolut hört, hört auch absolut alles: in welcher Tonlage sein Handy läutet, welche Töne die Krankenwagensirene von sich gibt und wie schief ein altes Auto hupt. Das kann auch eines sein: absolut anstrengend.

Quelle: ©Phonak Magazin "Hammer/Amboss"


HÖRSAFARI

DIE OHREN SPITZEN UND ANSCHNALLEN - ES GEHT AUF HÖRSAFARI!                                                   6 VERRÜCKTE FAKTEN, WIE TIERE HÖREN... ODER AUCH NICHT.

1. NATÜRLICHE FILTER
Der Frosch hört ausschließlich Geräusche von anderen Fröschen oder Fressfeinden. Für alles andere ist er taub. Ganz schön fokussiert.
2. KLIMAANLAGE
Der Elefant hat die größten Ohren im Tierreich - allerdings nicht zum Hören: Die Dickhäuter pumpen Blut in ihre Ohren, fächern eifrig und lassen das abgekühlte Blut durch ihren Körper strömen. Hören tun sie übrigens mit den Füßen: Sie erfühlen Vibrationen des Bodens und "hören" so, wo das nächste Dromedar trampelt.
3. ALLESHÖRER
Der Luchs trägt die hübschen Haarpinsel an seinen Ohren nicht aus Eitelkeit oder weil er sich für Bob Ross hält - er nutzt sie als Antennen, die den Schall in seine Gehörgänge leiten. Beeindruckend: So nimmt er selbst einen Kilometer weit entfernte Geräusche wahr.
4. HALB TIER, HALB OHR
Fledermäuse sind fast blind, dafür sind ihre Ohren umso leistungsstärker - und RIESIG. Beim braunen Langohr erreichen sie 80% seiner Körperlänge - das wäre in etwa so, als hätte ein Mensch Ohren von fast 1,5 Metern!
5. SENSIBELCHEN
Laute Geräusche nerven. Den Goldfisch zumindest. Denn er fühlt sich schnell gestresst, wenn ihm seine Umgebung zu laut wird - und verschließt kurzerhand seine Ohren. Herrlich!
6. 3D-LAUSCHER
Bei der Schleiereule sitzt ein Ohr höher als das andere. Mit Absicht: So kann sie quasi "3D-hören" - das eine Ohr hört nach unten, das andere nach oben. Damit kann sie nicht nur durch den nächtlichen Wald fliegen, sondern sogar Mäuse im Dunkeln fangen.

Quelle: ©Phonak Magazin "Hammer/Amboss"


SUPERSINN HÖREN

Faszinierend, faszinierend: Es ist wirklich unglaublich, was unser Gehör so alles leistet. Würde man einen Wettbewerb zwischen allen Sinnen veranstalten, hätte es beste Chancen auf den Titel SUPERSINN. Was man dabei nicht vergessen sollte: Unser Ohr ist zwar das leistungs-ähigste, aber auch unser empfindlichstes Sinnesorgan. Also gut darauf aufpassen und sich möglichst lange über seien Höchstleistungen freuen!

 

EMOTIONEN

Allein über die Tonlage können wir die Stimmung unserer Gesprächspartner heraushören.

 

WARNSYSTEM

Unser Gehör ist 24 Stunden am Tag im Einsatz - auch wenn wir schlafen.

 

DIFFERENZIERUNG

Unser Gehör kann bis zum 400.000 Töne unterscheiden. Es verarbeitet etwa 50 Eindrücke pro Sekunde - doppelt so viele wie unsere Augen.

 

WAHRNEHMUNG

Wenn wir genauso gut sehen wir hören könnten, würden wir eine 10-Watt-Birne aus 1.000 Kilometer Entfernung erkennen.

 

ERSTES HÖREN

Etwa ab der 22. Schwangerschaftswoche hören Babys im Bauch der Mutter. Nach der Geburt erkennen sie dann ihre Mutter an der Stimme.

 

KÖRPER UND GEIST

Menschen mit einem unversorgten Hörverlust fühlen sich oft isoliert und leiden häufiger an Depressionen und Schlaflosigkeit.

Quelle: ©Phonak Magazin "Hammer/Amboss"


GÖTTLICHES METALL

HIGH TECH - HÖREN

Titan wurde nicht umsonst nach einem der mächtigsten Göttergeschlechter der griechischen Mythologie benannt. Die Riesen in Menschengestalt galten als nahezu unzerstörbar - eine Eigenschaft, die auch das chemische Element Titan perfekt beschreibt. Es ist extrem fest und langlebig - und dabei sehr leicht. Dank einer dünnen transparenten Oxidschicht, die durch den Kontakt mit Sauerstoff entsteht, rostet es nicht und ist korrosionsbeständig. Außerdem ist Titan ungiftig und löst keine Allergien aus. 

 

Kein Wunder also, dass Titan in vielen Bereichen eingesetzt wird, wo Materialien hohen Belastungen bei gleichzeitig geringem Gewicht standhalten sollen. Egal ob in der Medizin, in der Luft- und Raumfahrttechnik oder bei alltäglichen Sportgegenständen wie Fahrrädern und Golfschlägern. Durch seinen warmen Glanz wird der weiß-metallische Rohstoff auch für Schmuck und immer mehr in der Architektur verwendet.

 

RAUMFAHRT-TECHNIK für die Ohren

EIN HÖRGERÄT DER EXTRAKLASSE

Und auch bei der Hörgeräteproduktion kommt Titan seit Kurzem serienmäßig zum Einsatz. Dank der Einführung des 3D-Drucks konnten Hörgeräteschalen in den letzten Jahren immer präziser bearbeitet werden. Eine Folge: Die Geräte wurden immer kleiner, bis das bislang verwendete Acryl regelrecht an seine Grenzen stieß. Mit dem robusteren Titan können dagegen Schalen produziert werden, die nur halb so dick wie ihre Vorgänger sind. Das Ergebnis sind besonders kleine und robuste Hörgeräte, deren Form sich individuell an jedes Ohr anpassen lässt.

 

Der 3D-Druck mit Titan unterscheidet sich dabei nicht wesentlich vom Acryldruck. Bei beiden wird am Anfang ein Silikonabdruck des Gehörgangs gemacht, der per Laser gescannt und digital am Bildschirm bearbeitet wird. Anschließend kommt der Drucker zum Einsatz und baut die Schale Schicht für Schicht auf. Dazu wird das Titanpulver unter einer Schutzatmosphäre  mit einem Hochleistungslaser in die richtige Form geschmolzen. Das Verflüssigen des Titans sorgt dafür, dass sich die Schichten wesentlich besser miteinander verbinden - und dadurch deutlich stabiler werden. Mit dieser Technologie, dem sogenannten Selective Laser Melting, werden auch Teile für die Raumfahrtindustrie gefertigt. 

 

Im Jahr 2017 hat Phonak sein kleinstes Im-Ohr-Hörgerät aus Titan auf den Markt gebracht: Jedes Virto B-Titanium Hörgerät ist ein extra angefertigtes Einzelstück, das genau an die Ohren seines Trägers angepasst wird. Es ist fast unsichtbar, extrem leicht und dennoch robust - und besonders angenehm zu tragen. Die dünne Schale schafft dabei Platz für noch mehr Technik, die das Hören und Verstehen leichter macht. Ein fast schon göttliches Hörgerät, wenn man so will.

Quelle: ©Phonak Magazin "Hammer/Amboss"


GUTE FRAGEN!

WAS TUN, WENN DIE OHREN IM FLIEGER SCHMERZEN?

Auf ins Flugzeug und ab in den Urlaub! Wenn bloß nicht immer dieses lästige Druckgefühl in den Ohren wäre. Schuld ist die Veränderung des Luftdrucks im Flugzeug beim Starten und Landen - was unser Trommelfell ganz schön unter Druck setzt. Normalerweise reicht es, einmal kurz zu schlucken oder zu gähnen. Ist man erkältet, kann man sich auch die Nase zuhalten und fest hineinblasen. Oder alternativ Kaugummi kauen. In diesem Sinne: Guten Flug!

Quelle: ©Phonak Magazin "Hammer/Amboss"

HÖREN MENSCHEN MIT GROßEN OHREN EIGENTLICH MEHR?

Kein Witz: Die Wirkung der Schwerkraft macht auch vor unseren Ohren nicht Halt. Besonders die Ohrläppchen werden mit der Zeit ganz schön in die Länge gezogen. Dabei hat sich die Natur aber etwas gedacht: So wird nämlich der Ohrtrichter immer größer und kann Geräusche besser aufnehmen - damit wird schlechtes Hören im Alter tatsächlich ein wenig aufgehoben.

Quelle: ©Phonak Magazin "Hammer/Amboss"

HÖREN MÄNNER SCHLECHTER ALS FRAUEN?

Es ist kein Klischee: Frauen hören wirklich besser. Nicht nur, dass sie besser darin sind, Wörter zu verstehen, sie halten sich auch nicht so häufig an lauten Orten auf - egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit. Und sie haben noch eine Geheimwaffe: Weibliche Hormone sollen angeblich das Gehör schützen. Kein Wunder also, das Zuhören nicht unbedingt eine Stärke der Männerwelt ist.

Quelle: ©Phonak Magazin "Hammer/Amboss"